(D)


foto: heinz pusitz

D, der vierte Buchstab des Deutschen Alphabetes, welcher sehr gelinde, gelinder als das th, so wie das Latein. d und Griech. δ ausgesprochen wird; daß, der, dein, Dach, du, beyde, Brüder. Doch weicht es von dieser gelinden Aussprache ab, so oft es am Ende einer Sylbe stehet, da es beynahe so hart wie das t lautet, Bad, blind, Wind, Bild, niedlich, schädlich, Tod, Herd; es müßte denn das d bloß durch eine Elision an das Ende der Sylbe gerathen seyn, in welchem Falle es seine gelinde Aussprache behält, wie in würdgen, für würdigen, tadlen, Tadler, für tadeln und Tadeler, Adler, für Adeler oder Adelaar.
Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart. Erster Theil, von A – E. Wien, 1811.

 

 

featured link:
Robert Schlickewitz: Judenaffe bis Judenzopf – Die Judenkomposita im deutschen Lexikon

 

 

 

 

 

Bisher auf enzyklopädie.eu: Altaussee, Bloomsday, (half-c): der absolute gestillte tourist